Zu den Heiligen Engeln Lemförde

Zu den Heiligen Engeln Lemförde

Pastor Stephan Schwegmann verabschiedet

Schon eine halbe Stunde vor der heiligen Messe waren in Bohmte rund um die Kirche St. Johannes der Täufer Parkplätze Mangelware. Der Grund: Pastor Stephan Schwegmann wurde nach 14-jähriger Tätigkeit in den Kirchengemeinden Bohmte, Hunteburg und Lemförde verabschiedet, da er in das Kirchspiel Emsbüren versetzt wurde.

Seinen Abschiedsgottesdienst gestaltete er gemeinsam mit den Pastoren Reinhard Trimpe, Jochen Gellner, Pater Shibu und Diakon Reinhard Scharfenberg. Für musikalische Highlights sorgten der Bläserchor Bohmte, die Choralschola, die Chöre Trinitas und Gegenwind, der Kirchenchor Lemförde sowie die Kolpingkapelle Hunteburg, die zum Auszug fulminant das bekannte „Highlight cathedral“, das sich Pastor Schwegmann gewünscht hatte, erklingen ließ.

„Wichtig ist an solchen Tagen wie heute, dass wir uns immer wieder erinnern, warum wir hier sind: Dass Christus in unserer Mitte ist, dass er uns einlädt und wir ihn lobpreisen und beten“, hatte Pastor Schwegmann eingangs betont. In seiner späteren Predigt berichtete der Geistliche von der Berufung der ersten Jünger. Im Sinne – die Kirche braucht Priester. Er spürte aber auch der Frage nach „Wo wohnst du?“, verbunden mit der Einladung „Komm!“, die später noch sehr persönlich wurde.

Weiter stellte Schwegmann heraus: „Ich habe in den vergangenen Jahren erfahren, welche Fähigkeiten und Begabungen Menschen haben.“ Intensiv ging er auf die zahlreichen Gruppen ein, die überwiegend ehrenamtlich für ein buntes, kirchliches Leben sorgen. Beispielsweise etliche Musikensembles, die Pfarrgemeinderäte oder die Kirchenvorstände, „die schauen müssen, dass wir nicht pleitegehen, sondern gut aufgestellt sind“.

„Für mich ist heute ein besonderer Tag, der Tag des Abschieds“, gestand Stephan Schwegmann zum Schluss seiner Predigt hin. Er sei gerne in Lemförde, Bohmte und Hunteburg gewesen. Und: „Ich bin überall freundlich aufgenommen worden, denn die Menschen hier sind wohlwollend und haben ein großes Herz. Ich danke Ihnen aber auch für das Vertrauen, was Sie mir geschenkt haben sowie allen Mitarbeitern.“ Es seien viele, die sich aktiv für Kirche, den Glauben und die Gemeinde einsetzen würden. Er sei ein Teamspieler, „und es hat mir Spaß gemacht, mit Ihnen im Team zu arbeiten“, unterstrich Schwegmann, der aber auch um Verzeihung bat, „wenn ich jemanden verletzt haben sollte“.

Als Letztes lud er alle ein, „mich im Emsland zu besuchen“. Es würden viele Straßen „und Feldwege“, damit hatte er die Lacher auf seiner Seite, dorthin führen, sodass der Abschied eher humorvoll als wehmütig wurde. An diesen Gottesdienst schlossen sich zahlreiche Grußworte an.

Gute Wünsche für Pastor Schwegmann

Dietmar Siegel, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands Lemförde, eröffnete mit Franz Bockrath (Bohmte) und Heinrich Düvel (Hunteburg) den Reigen der Grußworte zur Verabschiedung von Pastor Stephan Schwegmann. „Wir alle hier möchten uns bei Ihnen bedanken für die gemeinsame Zeit. Sie haben eine besondere Gabe, egal ob Sie mit Kindern, Jugendlichen oder älteren Herrschaften sprechen. Wenn wir alle es hier entscheiden dürften – wir hätten Ihnen einen Vertrag auf Lebenszeit gegeben“, betonte Siegel.

„Durch Dein Wirken hat die Ökumene einen großen Aufschwung genommen“, stellte Pastor Hartmut Weinbrenner heraus, der stellvertretend für die evangelischen Kirchengemeinden Bohmte, Hunteburg, Lemförde, Brockum und Burlage das Grußwort überbrachte. Gemeinsam habe man zum Beispiel Schulgottesdienste, ökumenische Bibelwochen oder den Gottesdienst auf dem Bohmter Markt begangen, zählte Weinbrenner auf. Bohmtes Bürgermeister Klaus Goedejohann betonte, dass das Miteinander immer von Respekt geprägt gewesen sei, zielorientiert an den Kindern, Menschen und Familien.

Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ bedankten sich vom pastoralen Team Christina Kathmann, Marion Berenguer, Martina Panner und Schwester Anna-Maria bei dem scheidenden Seelsorger. Danke sagten auch Karin Schnieder und Ursula Oevermann von der KAB Bohmte. Stellvertretend für alle Ordensschwestern überbrachte Schwester Inge das Grußwort. „Sie haben uns immer sehr unterstützt – die Kinder, die Eltern, das Team und in der Gesamtentwicklung der Kindergärten“, unterstrichen die Leiterinnen der Kindergärten in Bohmte und Hunteburg, Angelika Bockrath und Brigitte Bernhold. „Ich habe Ihnen etwas mitgebracht, was wir Ihnen schenken möchten“, sagte Jonas Knapp, der stellvertretend für die Katholische Jugend Bohmte sprach. Der Rucksack sei dafür: „Wir möchten Sie gerne zu unserem Zeltlager für ein Wochenende einladen. Sie sollen nicht auf Stroh schlafen; wir haben für Sie ein Hotel gemietet“. Stellvertretend für Marco Stolte, Leiter des Bläserchors Bohmte, hatte Annette Höppke, die während der Grußworte auch die Moderation übernahm, einige Schlagworte parat wie „Atemlos“, dass jede Note einen Ton macht, viele aber erst eine Melodie.

„Du warst unser Präses, ein wertvoller Ratgeber, und es war eine bewegte Zeit“, akzentuierte Markus Kleinkauertz für die Kolpingsfamilie Bohmte. Die Hospizarbeit in Lemförde und weit darüber hinaus sei immer eine Herzensangelegenheit von Pastor Schwegmann gewesen, resümierte Dr. Rainer Hafer für das Hospiz Lemförde. „Sie haben frischen Wind in die Gemeinde gebracht, aber auch Traditionen übernommen“, erklärte Veronika Henke-Thrien vom Pfarrgemeinderat Lemförde, die mit Beate Ellermann (Hunteburg) und Maria Warhus (Bohmte) das Grußwort sprach. Als Geschenk hatten die drei Pfarrgemeinderäte und etliche Verbände und Schulen Stephan Schwegmann eine handgearbeitete Eichenbank mit einer lateinischen Inschrift (übersetzt: „Die Freude an Gott ist unsere Stärke“) mitgebracht.

Namentlich bedankte sich Schwegmann bei Josefa und Karl-Heinz Kolkmeyer. „Sie sorgten in den 14 Jahren dafür, dass das Pfarrhaus immer gastlich und gemütlich war.“

Quelle: Wittlager Kreisblatt

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